DE EN

Die Hochschullandschaft und die Bedeutung von Bildung verändern sich im Kontext der Digitalisierung und Globalisierung in allen wesentlichen Bereichen. Egal, ob organisatorisch, inhaltlich oder auch didaktisch, es werden neue Konzepte für die Herausforderungen der Ausbildung neuer - digitaler - Kompetenzen benötigt. Dabei werden bestimmte Bereiche sicherlich auch von den bestehenden staatlichen und privaten Hochschulen abgedeckt. Eine deutliche Ausrichtung auf die Digitalisierung und damit auf die mit den veränderten Rahmenbedingungen verbundenen Herausforderungen erscheint allerdings nur mit einer thematisch fokussierten und organisatorisch flexiblen Neugründung möglich.

Berlin University of Digital Sciences (im folgenden Text kurz BUDS) ist als Universität interdisziplinär angelegt und setzt auf ein transformatives Didaktik-Konzept. Es wird konsequent individualisiert und international gelehrt und geforscht. Mit ihrem eigenständigen und auf die digitale Transformation und Globalisierungsprozesse ausgerichteten Konzept verbindet die BUDS die Notwendigkeit neuer Kompetenzprofile auf dem Arbeitsmarkt mit den durch die Digitalisierung entstandenen neuen Rahmenbedingungen im akademischen – aber auch nicht-akademischen - Bildungssektor.

Die Interdisziplinarität ist durch die konsequente Beschränkung auf die grundlegenden Lehr- und Forschungsbereiche Ökonomie, Informatik, Kommunikation und Jura gegeben. Aus dieser inhaltlichen Fokussierung werden die notwendigen digitalen Kompetenzen flexibel in ein attraktives modulares Studiensystem transformiert. Durch das konsequent auf die real vorhandenen Fragestellungen der Digitalisierung ausgerichtete didaktische Konzept mit anwendungsorientierten Untersuchungsgegenständen wird stets auch die Nähe zu Märkten, Unternehmen und Gesellschaft gewährleistet.

Mit der BUDS wird somit ein eng umrissenes universitäres Angebot besetzt, das so in dieser Form noch an keiner Hochschule existiert. Es sind Ausbildungsinhalte, die beruflichen Erfolg mit neuen Kompetenzprofilen sichern sollen.

Der Privathochschulbereich erlebte in Deutschland in den zurückliegenden Jahren mit zahlreichen Neugründungen einen Entwicklungsschub. Er ist mit etwas mehr als zwei Prozent der ca. 2 Mio. Studierenden immer noch recht klein, auch ist das Fächerspektrum der Privathochschulen zumeist begrenzt auf die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Dennoch waren und sind private Hochschulen ein wichtiger Reformmotor. Sie sind beweglicher und besitzen aufgrund der Unabhängigkeit vom Staat mehr Handlungsfreiheiten. Insgesamt hat sich sowohl in der Lehre als auch in der Forschung an den staatlichen Hochschulen in den letzten Jahren viel getan. Die erweiterte Autonomie, welche ihnen von den Länderministerien inzwischen gewährt wird, nutzen sie offensiv.

Die BUDS setzt auf Stärken wie Fächervielfalt, Forschungsorientierung und eine gewachsene akademische Tradition. Insbesondere die geschichtsträchtigen Universitäten haben es im Vergleich zu den jungen, noch nicht etablierten Privathochschulen natürlich relativ leicht, ihre Profilierung auf einem bereits bestehenden „Markennamen“ aufzubauen.

Private Hochschulen werden aufgrund ihrer flexiblen Strukturen in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Allerdings muss sich auch die BUDS in einem harten Wettbewerb behaupten, kann dies aber in ihrer Rolle als Vorreiter in speziellen Studienangeboten und als Reformmotor auch entsprechend wahrnehmen. Der Wettbewerb der privaten und staatlichen Hochschulen wird in diversen Themenbereichen eine Rolle spielen: die direkte und teilweise sogar lokale Konkurrenz, innovative Lehrformen, die Bedeutung von Forschung und Transfer für Hochschulen, die Schnittstelle des Übergangs vom Studium in den Beruf, die Bedingungen und Möglichkeiten der Finanzierung.

In Zukunft wird es nicht mehr so sehr darauf ankommen, ob eine Hochschule privat oder staatlich ist, sondern welche Qualität und vor allem welche Relevanz sie in Forschung und Lehre bietet. Es wird eine Leistungsspirale im Wettbewerb zwischen den Privaten und Staatlichen entstehen, die letztlich dem gesamten akademischen Bildungssystem nützt. Die BUDS sieht hier mit dem Konzept einer Spezialisierung auf Digital Science eine Marktnische und einen damit verbundenen USP, der durch die enge Kooperation mit der Humboldt Universität zu Berlin noch verstärkt wird

Die eigentliche Grundidee der BUDS geht auf eine jahrelange Konzeptentwicklung zurück. Prof. Dr. Mike Friedrichsen hat seit Jahren (Beginn 2010) mit nationalen und internationalen Kolleginnen und Kollegen über eine alternative Hochschulinstitution mit Fokussierung auf die neuen Rahmenbedingungen des digitalen Wandels diskutiert. Es wurden auch verschiedene Modelle der Anbindung an eine bestehende Hochschule angedacht. Letztlich jedoch haben alle Überlegungen dazu geführt, einen eigenen und vor allem unabhängigen Weg zu beschreiten, verbunden mit engen Kooperationen aus den bestehenden Netzwerken. Herausgekommen ist das vorliegende Konzept der BUDS. Um die Kapitalbeschaffung zu beschleunigen und eine Betreibergesellschaft der Universität zu schaffen, wurde der Humboldt School Förder Fond e.V. gegründet. Dieser hat dann auch als alleiniger Gesellschafter die Trägergesellschaft Berlin University of Digital Sciences gGmbH gegründet. Mittlerweile ist es gelungen, prominente Fürsprecher aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft für die Konzeption zu gewinnen. Die Evaluierung der BUDS sowie einige erste Marktforschungsdaten zeigen, dass der Bedarf und die Notwendigkeit für eine Hochschule mit diesem Fokus vorhanden sind. Allerdings ist die Umsetzung abhängig von ideeller und finanzieller Unterstützung, insbesondere von Unternehmen.

Gemäß den Anforderungen des Berliner Senats und des Wissenschaftsrates muss die Betreiberin der Universität die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, vor allem in der Implementierungsphase (Anschubfinanzierung). Um die Nachhaltigkeit und die Qualität der BUDS zu gewährleisten, muss mit einem Kapitalbedarf von mindestens 12 Mio. Euro in den ersten fünf Jahren gerechnet werden (hohe Anlaufkosten für Sach-, Raum- und Personalkosten sowie Marketing, Drei-Phasen-Modell mit 3 Mio. Euro 2017/18 - Vorbereitung -, 4 Mio. Euro 2018 - Implementierung - und 3 Mio. Euro 2022 - Etablierung -). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Nachfrage in diesem sehr fokussierten thematischen Bereich international wie national sehr hoch ist und somit der Break-Even-Point im vierten Jahr erreicht sein wird. Grundsätzlich ist die Akquise der Mittel über Spenden sowie Sponsoring (direkt in die Berlin University of Digital Sciences gGmbH oder über den Humboldt School Förder Fonds e.V.) möglich. Hundertprozentiger Gesellschafter der Berlin University of Digital Sciences gGmbH ist der HSFF e.V. Die Berlin University of Digital Sciences kann somit an dieser Stelle als Universität die Geschäftsführung übernehmen und selbständig und unabhängig handeln. Wichtig ist an dieser Stelle, dass stets gewährleistet ist, dass kein Einfluss auf den wissenschaftlichen Betrieb der Universität genommen werden kann.

Die BUDS wird sich aus mehreren Quellen refinanzieren. Nicht zuletzt wird eine wesentliche Aufgabe darin bestehen, eine optimale Mischung der Einnahmen zu gewährleisten.

Studiengebühren: Ein wesentlicher Faktor bei den Einnahmen. Die Kosten für ein Studium an der BUDS bewegen sich im oberen Drittel vergleichbarer Angebote. Insgesamt sollen die Studiengebühren in der langfristigen Betrachtung 40 Prozent der Einnahmen ausmachen.

Zertifikate: Mit dieser Einnahmequelle soll auch die Verbindung zu Unternehmen aufgebaut und nachhaltig implementiert werden. Die Zertifikate sind kurzfristig thematisch den Erfordernissen des Marktes anzupassen und sind in der modularen Option auch in die Masterprogramme integrierbar (mit zusätzlicher akademischer Prüfung). Basierend auf dem umfangreichen Netzwerk der BUDS und bereits vorhandener Kooperationen sollen hier etwa 30 Prozent der Einnahmen generiert werden.

Forschungsinstitute: Mit konkreten wissenschaftlichen Dienstleistungen wie Forschungs- und Entwicklungsaufträgen aus der Wirtschaft sollen die Institute (sechs Institute sind bereits in Gründung) zur Refinanzierung beitragen. Es wird mittelfristig erwartet, dass sie 20 Prozent der Einnahmen ausmachen werden.

Forschungsmittel: Die Beantragung von Forschungsmitteln aus diversen Töpfen wie Deutsche Forschungsgemeinschaft, EU, Stiftungen (z.B. VW etc.) oder auch Ministerien ist eine weitere Einnahmequelle der BUDS. Hier wird ein Anteil von 10 Prozent an den Gesamteinnahmen avisiert.

Lizenzsystem: Die Entwicklung von Modulen, Zertifikaten und Lehrmaterialien, verbunden mit der Marke, sollen nach Implementierung der Plattform und Systeminfrastruktur in der langfristigen Planung als Angebote mit einmaligen oder auch monatlichen Lizenzkosten Einnahmen generieren.

Stifter/Spenden/Sponsoren: Nicht zuletzt sollen – basierend auf einem erfolgreichen Start – über die gemeinnützige Trägergesellschaft Berlin University of Digital Sciences GmbH und den gemeinnützigen Humboldt School Förder Fond e.V. Sponsoringmittel und Spenden von Unternehmen, Privatpersonen oder Organisationen generiert werden. Hierbei werden Events und Veranstaltungen sowie Konferenzen und Workshops ebenso ein Bestandteil sein wie Stiftungsprofessuren oder Zuwendungen für neue akademische Bildungsangebote.

Mit diesen auf mehreren Säulen basierenden Einnahmen soll gewährleistet werden, dass die BUDS stets in der Lage ist, auf kurzfristige Veränderungen in einem der Bereiche (z.B. Studiengebühren) reagieren zu können, ohne Liquiditätsengpässe befürchten zu müssen. Zudem ist damit eine nachhaltige Finanzsituation mittel- und langfristig gegeben. So ist auch möglich, den Break-Even nach drei Jahren zu erreichen und mit der Rückführung der investierten Mittel zu beginnen.

Das Renommee der privaten Hochschulen basiert vielfach insbesondere auf qualitativ hochwertiger Lehre und Forschung, wie man zum Beispiel an der Bucerius Law University in Hamburg (Zeit-Stiftung als Alleingesellschafterin) oder der Frankfurt University of Finance & Management (Finanzierung durch die Finance & Management Stiftung) sehen kann. Für die BUDS können lokal in Berlin die Hertie University of Governance (mit der Hertie-Stiftung als Finanzkraft) sowie die ESMT (mit den meisten DAX-Unternehmen als Geldgeber) als direkte Konkurrenten - in Teilbereichen der akademischen Ausbildung – gesehen werden. Die Einzigartigkeit des Aufbaus und der Umsetzung der BUDS lässt einen Vergleich zu diesen Hochschulen nur bedingt zu. Aktuell hat soeben die CODE University of Applied Sciences (ab dem Wintersemester 2017/2018 mit den drei Bachelor-Studiengängen Software Engineering, Interaction Design und Product Management) die staatliche Hochschulzulassung erhalten. Ebenfalls zum Wintersemester hat die Exponential University of Applied Sciences (mit Schwerpunkten Digital Business, digital Engineering und Digital Arts) einen Zulassungsantrag beim Senat in Berlin gestellt. Allerdings handelt es sich um Fachhochschulen und Bachelorstudiengänge, also keine unmittelbare Konkurrenz zur BUDS.

Überregional können als Mitbewerber gesehen werden u.a. Hamburg Media School (finanziert durch 50% HMS Stiftung, 25,2% Freie und Hansestadt Hamburg sowie Restanteile bei Hamburger Hochschulen) oder Zeppelin Universität (Finanzierung durch 3 Stifter: Zeppelin Stiftung, Zeppelin Baumaschinen GmbH, ZF Friedrichshafen AG). Letztlich wird natürlich an allen Hochschulen der thematische Fokus auf die von der BUDS angebotenen Themen zunehmen. Aber in der Konzentration und mit der internationalen Orientierung sowie diesem einzigartigen didaktischen Konzept ist die BUDS mit einem USP versehen.

Die BUDS ist bereit, neue Wege zu gehen. Es steht außer Frage, dass man auch im Bildungssystem neue Wege beschreiten muss, um die Herausforderungen der Globalisierung und Digitalisierung zu bewältigen. Es wird heute oft allgemein vom Wettbewerb der Universitäten und von der unternehmerischen Universität gesprochen, aber ein Unternehmen, das nicht risikobereit ist und sich neuen innovativen Märkten nicht stellt, ist eben auch kein freies Unternehmen. In der Globalisierung kann nur der bestehen, der sich differenziert auf die heute globale Nachfrage einstellen kann. „Gleichförmige Ursachen aber haben gleichförmige Wirkungen“, um noch einmal Humboldt zu zitieren. Mit diesem staatlichen Bildungsmonopol, mit der Gleichförmigkeit wird die Zukunft nicht erreicht werden können. Der Wettbewerb ist global geworden, die amerikanischen Universitäten haben schon lange das „going global“ inszeniert. Im Bereich der Forschung ist Internationalität eine Selbstverständlichkeit. Forschergruppen kooperieren über Kontinente hinweg – ebenso wie sie konkurrieren. Der Wettbewerb ist global, das entscheidende Kriterium ist der Innovationszeitpunkt! Daher jetzt und sofort die BUDS.

7.Welche konkreten strategischen Ziele verfolgt die Berlin University of Digital Sciences?

Die strategischen Optionen der BUDS ergeben sich aus der umfangreichen Konzeption und Begutachtung und sind vornehmlich auf finanzielle, inhaltliche und normative Aspekte fokussiert.

Kurzfristig: Im Vordergrund steht die Zulassung als staatlich anerkannte Universität. Hierbei ist der Prozess beim Senat und Wissenschaftsrat mit etwa 10 Monaten vorgegeben. Mit der Einreichung des Antrages wurden parallel die Marketingmaßnahmen zur Markenbildung und zur Bekanntmachung der inhaltlichen Ausrichtung im Mittelpunkt eingeleitet. Dazu wird die Personalakquise vorbereitet und die organisatorische Struktur aufgebaut. Die internationalen Kooperationen sollen mit konkreten ersten Projekten und Austauschprogrammen umgesetzt werden. Der Aufbau der Institute ist ebenfalls ein wichtiger Baustein zur Festigung der inhaltlichen Basis und der Akquise von Forschungsmitteln.

Mittelfristig: Mit der staatlichen Anerkennung werden umgehend die wichtigsten Positionen besetzt (u.a. Gründungspräsident, Kanzler, Beirat etc.) und die ersten Studienprogramme (Master, MBA, Graduiertenkollegs) starten. Damit verbunden ist die Einrichtung der personellen Struktur (Besetzung Professuren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Verwaltung), somit auch die Bereitstellung der räumlichen und technischen Ressourcen (Gebäude mit Büroräumen, Labore, Seminarräume). In diese Phase fallen auch die Vertiefungen der internationalen Kooperationen sowie die Besetzung von Stiftungsprofessuren. Die Marketingaktivitäten für die Studien- und Zertifikatsprogramme werden ausgeweitet. Die Institute werden je nach vorliegendem Erfolg mit personellen und sachlichen Ressourcen verstärkt.

Langfristig: Die Kapazitätsauslastung von gut 500 Studierenden und 1.500 Teilnehmerinnen/Teilnehmer an Zertifikatskursen pro Jahr wird mit 100 Prozent erreicht und soll sich auf diesem Niveau stabilisieren. Die personellen Ressourcen sind ebenfalls auf dem zur Qualitätssicherung notwendigen Niveau angekommen. Vorrangiges Ziel ist die Rückführung der Investments und die Etablierung als eine konkurrenzfähige und für Unternehmen attraktive.

Die BUDS möchte sich als eine der wenigen freien Universitäten in nicht staatlicher Hand etablieren. Dabei steht die unabhängige Gestaltung des Wirtschafts- und Rechtslebens der BUDS im Vordergrund. Es wird die höchstmögliche Freiheit zur Selbstgestaltung von Forschung und Lehre angestrebt werden.

Ermöglicht wird dieses durch den Aufbau als gemeinnützige Organisation, wobei die Berlin University of Digital Sciences ihre gesamten inneren Prozesse in Lehre, Forschung und Verwaltung selbst steuert. Hierfür verfügt sie über die üblichen Organe einer Hochschule (siehe auch Folienpräsentation). Nach außen, d.h. im Wirtschafts- und Rechtsverkehr, wird die Berlin University of Digital Sciences als gGmbH vertreten.

An der BUDS liegen die Macht und die Verantwortung zur Gestaltung also nicht – wie ansonsten üblich – beim Betreiber, sondern in den eigenen Händen. Immer wieder bemängeln Politik und Gesellschaft ein „Durchregieren“ von Großsponsoren privater Hochschulen, welche via Trägerstruktur Forschung, Lehre und Selbstorganisation der Hochschule zu beeinflussen suchen. Die Rechtsstruktur der BUDS soll dies konsequent ausschließen.

Das Vorbild für das Handeln an der BUDS ist das Humboldt`sche Bildungsideal, das vor allem bezogen auf die inhaltlichen Schwerpunkte mit den neuen Rahmenbedingungen der digitalen Transformation verknüpft werden soll. Indem die BUDS die vielfältigen Sichtweisen von Wissenschaft und Gesellschaft berücksichtigt und auf ihre Zukunftsfragen ausgerichtet ist, wird die Humboldt’sche Tradition lebendig gehalten.

Die BUDS versteht sich als eine der transformativen Bildung verpflichtete Universität. In Kooperationen mit der Wirtschaft bereitet sie die Absolventinnen und Absolventen auf die Bewältigung beruflicher Herausforderungen vor. Die wichtigste Mission ist, Studierende zu befähigen, Umgestaltungsprozesse im Kontext der digitalen Veränderungen zu verstehen und als Berufstätige aktiv vorantreiben zu können. Dabei werden Persönlichkeitsbildung und internationale Orientierung gefördert und durch Studiengangs- und Zertifikatsangebote lebenslanges Lernen ermöglicht. Ein wesentlicher Ansatz liegt auf der Förderung logischen und strukturierten Denkens und Handelns unter Einsatz analytischer Methoden.

Nicht zuletzt durch den oben beschriebenen Bezug zum Humboldt`schen Bildungsideal ist die Verbindung zur Humboldt Universität zu Berlin ein wichtiger Baustein für die BUDS. So flossen die inhaltlichen Überlegungen Wilhelm von Humboldts in die Gründung der BUDS ein. Auch im heutigen Zeitalter der Globalisierung müssen sich die Hochschulen weltweit positionieren – und wie immer gibt es neue Chancen und neue Risiken. Der preußische Staat wollte allerdings „Wohlstand und Ruhe der Bürger“. Der Humboldt’sche Gedanke einer unabhängig vom Staat agierenden Universität, die sogar durch eigene Domäneneinnahmen finanziell gesichert werden sollte, wurde von der Regierung abgelehnt. Aber auch, wenn sich der preußische Staat nicht zu einer strukturellen Freigabe der Universitäten entschließen konnte, war doch die innerliche Verfasstheit der Universität freiheitlich geprägt: kein schulisches Vermitteln des Stoffes. Im Prinzip gab es über lange Zeiten in den Universitäten deutscher Tradition keine Pflichtvorlesungen, außer in der Medizin. Das Studium zielte weniger auf das Vermitteln von Fachwissen als auf die Fähigkeit zur Problemlösung ab. Lernfreiheit und eigene Verantwortung der Studierenden prägten die Universität. Würden die deutschen Universitäten dies wieder erreichen, wäre es ein weltweites Alleinstellungsmerkmal. Die Kooperation mit der Humboldt Universität zu Berlin bietet der BUDS einerseits die Möglichkeit, mittelfristig eine gemeinsame digitale Plattform auf höchstem qualitativen Niveau zu schaffen und andererseits bereits von Anfang an eine kooperative Verbindung zur Exzellenz-Forschung – und somit zu internationalen Projektkooperationen – herzustellen. Zudem sind gemeinsame Professuren und Graduiertenkollegs angedacht, die den Forschungsansatz der BUDS festigen sollen (siehe dazu LOI der HU Berlin).

Die internationale Zusammenarbeit gewinnt heute zunehmend an Bedeutung. Internationale Netzwerke sind für Universitäten von zentraler Bedeutung, zum Beispiel, wenn es um die Positionierung in der Forschungslandschaft geht oder um die Beschaffung von Fördermitteln auf europäischer Ebene. Gleichzeitig sind transnationale Forschungskooperationen ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der eigenen Forschungsqualität.

Die BUDS ist durch ein weitgespanntes Netz nationaler und internationaler Beziehungen in den europäischen und weltweiten Verbund der Wissenschaft in Forschung und Lehre integriert. Mit Universitäten und Hochschulen in Europa, Nord- und Südamerika und Asien sind Hochschulpartnerschaftsverträge abgeschlossen. Geplant sind darüber hinaus Beteiligungen an EU-finanzierten Forschungs- und Austauschprojekten.

Die BUDS bringt ihre Kompetenz in nationalen und internationalen Wissenschaftsnetzwerken ein und schärft ihr wissenschaftliches Profil durch Forschungscluster, An-Institute und gemeinsame Berufungen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Mit diversen Universitäten wurden bereits konkrete Austauschprogramme für Dozenten und Studierende vereinbart, auch gemeinsame Studienprogramme sind mittelfristig geplant.

Ein wesentlicher Bestandteil der nationalen und internationalen Kooperationen ist in der Nutzung etablierter Alumni-Netzwerke der beteiligten Universitäten und Kollegen/Kolleginnen zu sehen. Durch die Verknüpfung dieser Netzwerke auf der Plattform der BUDS wird der Zugriff auf bereits vorhandenes Wissen möglich.

Die BUDS gestaltet die hochschulische Präsenzzeit passend für Berufstätige, ergänzt durch Online-Angebote, um auch die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium zu fördern. Die Module lassen sich integrativ zu international anerkannten Abschlüssen (Master of Science und MBA) kombinieren. Das Studienkonzept ist interdisziplinär, unabhängig, international, promotionsbefähigend und praxisnah ausgelegt. Wahlpflichtmodule sorgen für aktuelle Akzente und transdisziplinäre Umsetzungen. Das Curriculum sieht eine flexible Gestaltung der Studienabläufe ohne zeitliche und inhaltliche Restriktionen vor. Dadurch sollen alle Studierenden gemäß ihrer eigenen Schwerpunktsetzung in der ihnen möglichen Studienzeit zum Abschluss gelangen können.

Die digitalen Kompetenzprofile sind unter der Überschrift „Digital Sciences“ in Vertiefungsrichtungen differenziert: Digital Transformation Management, Digital Business & Economy, Data Science & Digital Security, Digital Analytics, Global Strategic Communication Management, Digital Media & News Management, Data Management and Digital Law.

Die BUDS will Studierende mit Ambitionen zusammenbringen, die ihr Potenzial entfalten und gemeinsam kreative Lösungen schaffen sollen, die im Sinne der obigen Ausführungen auch gesellschaftliche Wirkung entfalten können. Es besteht die Möglichkeit im Kontext eines international ausgerichteten Netzwerkes eine digitale Startup- und Netzökonomie aufzubauen.

Die BUDS hat zum Ziel eine Art Zentrum für digitale Kompetenz zu werden, ähnlich wie das Modell von Business Schools in den Wirtschaftswissenschaften, letztlich eine akademische Institution mit exzellenter Forschung und Lehre, eng verknüpft mit einem dynamischen Netzwerk aus Startups und innovativen Unternehmen.

Die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt 4.0 bedarf einer neuen Akzentuierung: Fachkompetenzen bilden noch stärker den Ausgangspunkt für ein umfassendes, berufsorientiertes und persönlichkeitsbildendes Studium. Für die Arbeitswelt 4.0 werden der Berufsbezug sowie die Persönlichkeitsbildung wichtiger als bisher. Digitalisierung ist ein neues disziplinübergreifendes Thema, welches jedoch in allen Fachbereichen seine spezifischen Ausprägungen hat. Die Auswertung großer Datenmengen und damit statistische Kompetenzen werden disziplinübergreifend in allen Fächern wichtiger werden. Darüber hinaus müssen Studienprogramme die spezifischen Auswirkungen der Digitalisierung in jedem Fach aufnehmen. Daher werden die Studierenden an der BUDS mit drei Fachkompetenzen versehen: fachliche Grundkompetenzen, spezifische Fachkompetenzen und digitale Fachkompetenzen.

Verantwortungsvolles Führungsverhalten auf allen Ebenen, nachhaltiges wirtschaftliches Handeln und innovatives Management in der digitalen Welt betrachten wir als Basis für langfristige Wettbewerbsvorteile und gesellschaftlichen Fortschritt. Diese Themen spiegeln sich in Forschungsprojekten, Studienprogrammen, Publikationen (mit eigenen Herausgeberreihen) und Zertifikaten an der BUDS wider. Letztlich wird eine Plattform angestrebt, die einen Austausch zwischen der Netzökonomie, politischen Handlungsträgern und der Wissenschaft impliziert. Durch die sehr gute Vernetzung im akademischen Bereich können herausragende Dozenten aus dem nationalen und internationalen Umfeld an der BUDS lehren. Darüber hinaus sind die wissenschaftlichen Kooperationspartner in diversen Ländern mit Unternehmen und Politik jeweils gut verknüpft, so dass die Plattform über die digitalen Schwerpunkte zu konkreten neuen Vernetzungen führen kann.

Die Angebote der Humboldt University sind ausgerichtet auf „Digital Sciences“, mit Schwerpunkten auf die in allen Unternehmen drängenden Herausforderungen wie digitale Transformation, digitale Geschäftsprozesse (-modelle), digitale Kommunikation, digitales Recht sowie Digital Data und IT-Security. Die BUDS strebt nach interdisziplinärer und zugleich transdisziplinärer Vernetzung. Dazu arbeiten in Studium und Lehre sowie in Forschung und Entwicklung die Vertreter unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen als gemeinsame Fakultät systematisch mit Anwendern und Vertretern von Wissen aus der beruflichen und gesellschaftlichen Praxis zusammen. In der transformativen Forschung und Lehre, die sich an gesellschaftlichen Problemstellungen orientiert und konkrete Transformationspfade entwickelt, versteht sich die BUDS als Teil der gesellschaftlichen Community und ermöglicht in Kooperation mit Unternehmen anwendungsorientierte und praxisnahe akademische Ausbildung.

Mit diesem auf Interaktivität und Partnerschaft ausgerichtetem Universitätskonzept bietet die BUDS Elemente der wissenschaftlichen Beratung, der Weiterbildung, der Auftragsforschung aber auch des Recruitings und fungiert somit als Partner für Unternehmen, Organisationen und Institutionen. Maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme sind zudem ein wesentlicher Bestandteil des Angebots an der BUDS, damit die Unternehmen die Möglichkeit haben, nicht nur ihr Personal auf einem hohen Bildungsstand zu halten, sondern letztlich ihnen auch attraktive Arbeitsplätze anzubieten. Die BUDS ist daran interessiert, mit hoher Wirkung Forschung und Lehre anzubieten und insbesondere auch bei den Dienstleistungen mit und für unsere Partner nutzwertorientierte Konzepte zu entwickeln.